Illustration eines selbstständigen Personal Trainers in Deutschland bei der Planung seines Fitness-Business mit Schreibtisch, Unterlagen und betreutem TrainingKI‑generiertes Bild · Text redaktionell geprüft

Selbstständig als Personal Trainer: Voraussetzungen, Anmeldung, Preise und Kundengewinnung in Deutschland

Zusammenfassung

  • Viele selbstständige Personal Trainer werden in Deutschland in der Praxis häufig als gewerblich eingeordnet. Ob in Einzelfällen auch eine freiberufliche Einstufung möglich ist, hängt vom konkreten Leistungsbild und der Beurteilung durch das Finanzamt ab.
  • Für einen sauberen Start ist diese Reihenfolge sinnvoll: Positionierung festlegen, Status klären, gegebenenfalls Gewerbe anmelden, steuerliche Erfassung erledigen, Versicherungen prüfen, Preise kalkulieren und dann gezielt Kunden gewinnen.
  • Eine bestimmte Ausbildung ist nach den vorliegenden Praxisquellen nicht pauschal für alle Personal Trainer gesetzlich vorgeschrieben. Am Markt zählen Qualifikation, Zertifikate und Vertrauenswürdigkeit aber oft enorm.
  • Steuerlich relevant sind auf Überblicksniveau vor allem Einkommensteuer und je nach Status sowie Umsatz auch Umsatzsteuer. Bei gewerblicher Tätigkeit kann zusätzlich Gewerbesteuer relevant werden.
  • Eine Berufshaftpflicht wird in Gründer-Ratgebern klar empfohlen, sollte aber als sinnvolle Absicherung und nicht pauschal als gesetzliche Pflicht für alle dargestellt werden.
  • Deinen Preis solltest Du nicht nach Bauchgefühl festlegen, sondern auf Basis von Fixkosten, Auslastung, Vor- und Nachbereitung sowie Abgaben kalkulieren.
  • Die ersten Kunden kommen oft eher über klare Positionierung, Empfehlungen, Kooperationen, lokale Sichtbarkeit und eine professionelle Online-Präsenz als über wahllose Werbung.

Das Wichtigste zuerst: So machst Du Dich als Personal Trainer in Deutschland selbstständig

Wenn Du Dich als Personal Trainer selbstständig machen willst, ist die beste Reihenfolge meist ziemlich klar: Erst definierst Du Angebot und Zielgruppe, dann klärst Du, ob Deine Tätigkeit eher gewerblich oder eventuell freiberuflich einzuordnen ist, danach erledigst Du die nötigen Anmeldungen, setzt Steuern und Organisation sauber auf, prüfst Deine Absicherung, kalkulierst tragfähige Preise und startest erst dann systematisch ins Marketing. Genau diese Reihenfolge verhindert typische Anfängerfehler.

Anders gesagt: Nicht erst posten, dann puzzeln. Erst Fundament, dann Fahrt aufnehmen. Deine Selbstständigkeit ist kein Sprint über blankes Eis, sondern eher wie ein sauber aufgebauter Trainingsplan: erst Technik, dann Last.

Dein Erfolg ist selbst gemacht - Dein Risiko auch!

Du arbeitest hart für Dein Unternehmen! Aber versäume nicht, die Früchte Deiner Arbeit abzusichern! Wir haben Ratgeber online und beraten Dich auch persönlich von Mensch zu Mensch, zu Geschäftsrisiken und der passenden Absicherung.

7 Schritte zum Start

  • Positionierung und Zielgruppe festlegen: Entscheide, wem Du helfen willst und wobei genau.
  • Tätigkeitsbild und Statusfrage klären: Prüfe, ob Deine Arbeit in der Praxis eher als gewerblich oder eventuell als freiberuflich einzuordnen sein könnte.
  • Gegebenenfalls Gewerbe anmelden: Wenn Deine Tätigkeit gewerblich eingeordnet wird, ist meist eine Gewerbeanmeldung der nächste Schritt.
  • Steuerliche Erfassung erledigen: Nach der Anmeldung folgt in der Regel der steuerliche Teil beim Finanzamt.
  • Versicherungen und Organisation aufsetzen: Haftung, Buchhaltung, Rechnungen, Verträge, Termine: all das braucht ein System.
  • Stundensatz realistisch kalkulieren: Preise sollten Deine Kosten, Deine Zeit und Deine Auslastung abbilden.
  • Gezielt Kunden gewinnen: Starte mit klaren, passenden Kanälen statt mit Marketing in alle Richtungen.

Was bedeutet selbstständig als Personal Trainer genau?

Selbstständig als Personal Trainer zu arbeiten bedeutet, dass Du Trainingsleistungen auf eigene Rechnung anbietest und unternehmerisch selbst verantwortlich bist. Du legst Preise fest, organisierst Termine, kümmerst Dich um Rechnungen, Steuern, Kundengewinnung und trägst auch das wirtschaftliche Risiko. Das ist die attraktive Seite der Freiheit und gleichzeitig die ernste Seite der Verantwortung.

In der Praxis kann das sehr unterschiedlich aussehen. Vielleicht arbeitest Du mobil im 1:1-Coaching bei Kunden vor Ort. Vielleicht bietest Du Kleingruppen an. Vielleicht kombinierst Du Präsenztraining mit Online-Betreuung. Vielleicht planst Du später sogar ein Studio. Genau deshalb ist nicht der Titel Personal Trainer entscheidend, sondern wie Deine Tätigkeit tatsächlich aussieht. Diese konkrete Ausgestaltung ist auch für die Einordnung als gewerblich oder freiberuflich wichtig.

Definitionen: Die wichtigsten Begriffe kurz erklärt

Die wichtigsten Begriffe rund um die Selbstständigkeit als Personal Trainer lassen sich am besten über kurze Definitionen einordnen.

  • Personal Trainer: Ein selbstständiger Anbieter von individuellen oder gruppenbezogenen Trainingsleistungen auf eigene Rechnung.
  • Selbstständigkeit: Unternehmerisches Arbeiten in eigener Verantwortung mit eigenem Angebot, eigener Preisgestaltung und eigener steuerlicher Organisation.
  • Freiberufliche Tätigkeit: Eine mögliche steuerliche Einordnung in Einzelfällen, die bei überwiegend unterrichtender Tätigkeit in Praxisquellen öfter diskutiert wird. Sie ist aber keine pauschale Standardlösung.
  • Gewerbe: Die in der Praxis bei Personal Trainern häufige Einordnung, vor allem bei klassischem 1:1-Training, Zusatzverkäufen oder studioähnlichen Modellen.
  • Gewerbeanmeldung: Die formale Anmeldung einer gewerblichen Tätigkeit bei der zuständigen Stelle.
  • Steuerliche Erfassung: Die Anmeldung beim Finanzamt, damit Deine Tätigkeit steuerlich eingeordnet und laufend erfasst werden kann.
  • Kleinunternehmerregelung: Eine mögliche umsatzsteuerliche Regelung für kleinere Umsätze. Ob sie für Dich passt, musst Du anhand der aktuellen gesetzlichen Voraussetzungen prüfen.
  • Berufshaftpflicht: Eine wichtige Absicherung gegen berufliche Haftungsrisiken. Sie wird häufig empfohlen, ist aber nach den hier ausgewerteten Quellen nicht pauschal als allgemeine Pflicht für alle belegt.
  • Positionierung: Die klare Entscheidung, für wen Du arbeitest, welches Problem Du löst und wodurch Du Dich von anderen unterscheidest.

Voraussetzungen: Welche Qualifikationen und Fähigkeiten Du brauchst

Die kurze Antwort: Eine bestimmte Ausbildung ist nach den vorliegenden Praxisquellen nicht pauschal für alle Personal Trainer gesetzlich zwingend vorgeschrieben. Das heißt aber nicht, dass Qualifikation egal wäre. Im Gegenteil.

Kunden kaufen im Personal Training nicht nur Termine. Sie kaufen Vertrauen, Verlässlichkeit und Sicherheit. Wenn jemand mit Dir an Rückenproblemen, Gewichtsreduktion, Leistungssteigerung oder einem Neustart nach Jahren ohne Sport arbeitet, dann will diese Person spüren: Du weißt, was Du tust.

Ausbildung, Zertifikate und Quereinstieg realistisch einordnen

Ein Quereinstieg kann praktisch möglich sein. Aber ohne belastbare Ausbildung, nachvollziehbare Zertifikate oder saubere Spezialisierung wird die Kundengewinnung oft deutlich schwerer. Nicht, weil niemand anfangen darf, sondern weil der Markt misstrauisch ist, wenn Kompetenz nur behauptet, aber nicht gezeigt wird.

Was am Markt oft zählt

  • Fachlich: Trainingslehre, Anatomie, Belastungssteuerung, Übungsausführung und der sichere Umgang mit unterschiedlichen Kundentypen.
  • Menschlich: Kommunikation, Empathie, Motivation und klare Grenzen. Ein guter Trainer ist nicht nur stark, sondern auch strukturiert.
  • Unternehmerisch: Positionierung, Preislogik, Zuverlässigkeit, Follow-up und professionelles Auftreten. Fachwissen allein füllt keinen Kalender.

Freiberufler oder Gewerbe? So ordnen sich Personal Trainer meist ein

Das ist eine der wichtigsten Fragen beim Start. Viele selbstständige Personal Trainer werden in Deutschland in der Praxis häufig als gewerblich eingeordnet und melden ein Gewerbe an. Eine freiberufliche Einstufung kann in Einzelfällen möglich sein, wenn die Tätigkeit überwiegend unterrichtend geprägt ist und das Finanzamt dies anerkennt. Die Entscheidung wird also nicht pauschal getroffen, sondern im Einzelfall beurteilt.

Das ist wichtig, weil rund um diese Frage viele pauschale Aussagen kursieren. Personal Trainer sind immer Freiberufler ist genauso unsauber wie Personal Trainer sind immer Gewerbetreibende. Beides kann Leser in die falsche Richtung schicken.

Wann spricht mehr für Gewerbe, wann eher für Freiberuflichkeit?

In der Praxis sprechen klassisches 1:1-Personal-Training, Zusatzverkäufe oder studioähnliche Leistungen oft eher in Richtung Gewerbe. Wenn Du zusätzlich Produkte verkaufst, bewegst Du Dich ebenfalls eher auf gewerblichem Boden.

Ein stärkerer Unterrichtscharakter, Wissensvermittlung oder bestimmte Kursformate werden in einigen Praxisquellen eher als Argument in Richtung Freiberuflichkeit beschrieben. Aber auch hier gilt: Das ist keine automatische Schublade, sondern eine Einzelfallfrage.

Vergleich: Freiberuflichkeit vs. Gewerbe bei Personal Trainern

PunktEher FreiberuflichkeitEher Gewerbe
Charakter der Tätigkeitüberwiegend unterrichtend, wissensvermittelndklassisches 1:1-Training, betreuend, unternehmerisch erweitert
Praxisquellenin Einzelfällen möglichin der Praxis häufig
Produktverkaufeher untypischspricht eher dafür
Studiobetriebneinklar gewerblich
Entscheidungimmer Einzelfallimmer Einzelfall

Wichtig: Diese Tabelle ist eine Orientierung, keine Rechtsberatung. Wenn Du unsicher bist, klärst Du die Einordnung am besten frühzeitig mit dem Finanzamt oder einer Steuerberatung.

Gründungsablauf: Die richtige Reihenfolge vom Plan bis zum Start

Der größte Fehler am Anfang ist oft nicht fehlende Motivation, sondern falsche Reihenfolge. Viele bauen erst ein Logo, dann einen Instagram-Account, dann Visitenkarten und merken erst später, dass Preis, Status, Versicherung und Angebot noch gar nicht sauber stehen.

Besser ist ein Aufbau von innen nach außen: erst Klarheit, dann Struktur, dann Sichtbarkeit.

Schritt 1: Positionierung, Zielgruppe und Angebot festlegen

Bevor Du ein Formular ausfüllst, solltest Du beantworten können: Für wen bist Du da? Welches Problem löst Du? Und warum gerade Du?

Vielleicht willst Du Berufstätigen helfen, die abnehmen und wieder Energie gewinnen wollen. Vielleicht arbeitest Du mit Senioren, mit Einsteigern, mit Frauen nach der Schwangerschaft, mit Läufern, mit Führungskräften oder mit Firmenkunden. Je klarer Deine Positionierung, desto leichter werden später Marketing, Preisfindung und Kundengespräche.

Gute Leitfragen für den Start

  • Mit welchen Menschen arbeitest Du am liebsten?
  • Welche Ergebnisse kannst Du glaubwürdig begleiten?
  • Arbeitest Du mobil, online, im Studio oder hybrid?
  • Bietest Du Einzeltraining, Kleingruppen oder Programme an?

Schritt 2: Status klären und gegebenenfalls Gewerbe anmelden

Wenn Deine Tätigkeit in der Praxis eher gewerblich einzuordnen ist, ist die Gewerbeanmeldung meist der nächste Schritt. Besteht Unsicherheit, solltest Du die Einordnung früh klären, statt später zu korrigieren.

Dieser Punkt wirkt trocken, ist aber zentral. Er beeinflusst, wie Du Deine Gründung organisatorisch aufsetzt und welche Themen steuerlich relevant werden können.

Schritt 3: Steuerliche Erfassung und Grundlagen verstehen

Nach der Gewerbeanmeldung folgt in der Regel der Fragebogen zur steuerlichen Erfassung beim Finanzamt. Auch wenn das nicht der glamouröseste Teil der Gründung ist: Genau hier legst Du die Basis dafür, dass Rechnungen, Steuern und Abläufe sauber funktionieren.

Was Du auf Überblicksniveau verstehen solltest

  • Einkommensteuer: Dein Gewinn aus der selbstständigen Tätigkeit ist grundsätzlich für die Einkommensteuer relevant.
  • Umsatzsteuer: Je nach Status und Umsatz kann Umsatzsteuer relevant werden.
  • Gewerbesteuer: Wenn Du gewerblich tätig bist, solltest Du auch dieses Thema kennen.
  • Kleinunternehmerregelung: Sie kann eine Option sein, wenn die gesetzlichen Umsatzgrenzen eingehalten werden. Ob das für Dich sinnvoll ist, solltest Du mit Blick auf die aktuellen amtlichen Werte prüfen und nicht einfach aus einem Ratgeber übernehmen.

Schritt 4: Organisation, Verträge und laufende Prozesse aufsetzen

Selbstständigkeit scheitert selten an einer fehlenden Hantel. Sie scheitert eher an Chaos. Wenn Termine, Rechnungen, Absagen, Dokumentation und Zahlungswege nicht geregelt sind, frisst der Alltag Deine Energie.

Deshalb lohnt es sich, früh einfache, klare Prozesse zu bauen.

Checkliste für Deine operative Basis

  • Rechnungsablauf definieren
  • Buchhaltungssystem auswählen
  • Terminorganisation festlegen
  • Vertrags- oder Angebotslogik aufsetzen
  • Zahlungswege klären
  • Kundendaten und Dokumentation strukturiert ablegen
  • Rücklagenroutine einführen

Nicht alles davon ist in jedem Fall gesetzliche Pflicht. Aber fast alles davon ist gute unternehmerische Praxis.

Steuern als Personal Trainer: Das musst Du auf Überblicksniveau wissen

Steuern wirken für viele Gründer wie eine Wand aus Wörtern. In Wahrheit geht es zuerst nur darum, die Grundlogik zu verstehen. Für selbstständige Personal Trainer sind typischerweise vor allem Einkommensteuer und je nach Umsatz sowie Status auch Umsatzsteuer relevant. Wer gewerblich tätig ist, sollte zusätzlich das Thema Gewerbesteuer kennen.

Wichtig ist dabei die richtige Haltung: Verstehen ja, improvisieren nein. Ein Blogartikel kann Dir die Logik erklären, aber keine individuelle Steuerberatung ersetzen.

Kleinunternehmerregelung: Wann sie relevant sein kann

Die Kleinunternehmerregelung kann für Personal Trainer interessant sein, wenn die gesetzlichen Umsatzgrenzen eingehalten werden. Sie gilt aber nicht automatisch und ist auch nicht in jedem Geschäftsmodell die beste Wahl.

Wenn Du zum Beispiel mit Endkunden arbeitest und Dein Angebot preissensibel ist, kann sie im Einzelfall attraktiv erscheinen. Wenn Du anders kalkulierst oder wachsen willst, kann die Bewertung anders ausfallen. Deshalb solltest Du die aktuell gültigen Voraussetzungen immer mit einer amtlichen Quelle oder fachlicher Beratung abgleichen.

Versicherungen: Was sinnvoll ist und was nicht pauschal Pflicht ist

Wenn Du direkt mit Menschen arbeitest, trainierst Du nicht im luftleeren Raum. Es gibt Risiken. Jemand verletzt sich. Ein Missverständnis führt zu einem Schaden. Ein Ablauf wird strittig. Genau deshalb wird eine Berufshaftpflichtversicherung für selbstständige Personal Trainer in Gründer-Ratgebern deutlich empfohlen.

Wichtig ist aber die saubere Trennung: Aus den vorliegenden Quellen ergibt sich vor allem eine starke Empfehlung, nicht die pauschal belastbare Aussage, dass jeder Personal Trainer in jedem Fall gesetzlich genau diese Versicherung haben muss.

Welche Absicherungen häufig genannt werden

Je nach Geschäftsmodell können unterschiedliche Bausteine sinnvoll sein. Ein mobiler Solo-Trainer hat andere Risiken als jemand mit eigenem Studio. Gerade deshalb solltest Du nicht einfach irgendeine Police abschließen, sondern vom Risiko her denken.

Praxisnah gedacht

  • Für mobile Trainer: Haftungsrisiken bei der Arbeit mit Kunden, Termin- und Organisationssicherheit.
  • Für Online-Modelle: Saubere Prozesse, Vertragsklarheit, Technik und professionelle Kommunikation.
  • Für Studio-Modelle: Deutlich größere Kosten- und Haftungsstruktur. Zudem ist der Betrieb eines Fitnessstudios klar gewerblich.

Stundensatz berechnen: So kalkulierst Du Deine Preise realistisch

Dein Preis ist nicht nur eine Zahl. Er ist die Übersetzung Deines Geschäftsmodells in wirtschaftliche Realität. Wenn Du zu niedrig kalkulierst, arbeitest Du viel und kommst trotzdem nicht voran. Wenn Du zu hoch kalkulierst, ohne Dein Angebot sauber zu begründen, wird die Kundengewinnung unnötig schwer.

Deshalb gilt: Nicht raten, sondern rechnen. Für den Preisaufbau solltest Du Fixkosten, Steuerlast, Auslastung sowie Vor- und Nachbereitungszeit berücksichtigen.

Beispielrechnung für den Personal-Trainer-Stundensatz

Die folgende Rechnung ist nur ein Orientierungsbeispiel, kein Marktstandard und kein Preisversprechen.

Schritt für Schritt

  • Monatlichen Zielbetrag festlegen: Zum Beispiel private Lebenshaltung, betriebliche Fixkosten, Versicherungen, Rücklagen für Steuern sowie Rücklagen für Ausfälle und Investitionen.
  • Realistische abrechenbare Stunden schätzen: Nicht jede Arbeitsstunde ist Kundenzeit. Akquise, Planung, Nachbereitung, Fahrtzeit und Orga sind mit im Paket.
  • Vor- und Nachbereitung einrechnen: Wenn eine Trainingsstunde in Wahrheit 90 Minuten Deiner Gesamtzeit kostet, muss Dein Preis das tragen.
  • Konservative Auslastung ansetzen: Rechne lieber vorsichtig als euphorisch. Ein halbleerer Kalender zahlt keine Rechnungen.

Ein einfaches Muster

Wenn Du monatlich 4.000 Euro decken musst und realistisch nur 50 Stunden direkt abrechnen kannst, liegt Dein rechnerischer Mindestwert schon bei 80 Euro pro abrechenbarer Stunde, bevor Du zusätzliche Faktoren sauber ausdifferenzierst. Das ist kein allgemeiner Marktpreis, sondern nur ein Rechenbeispiel, das zeigt: Ein scheinbar hoher Satz kann wirtschaftlich völlig vernünftig sein.

Kosten und Geschäftsmodell: Mobil, online oder eigenes Studio?

Dein Geschäftsmodell entscheidet mit darüber, wie viel Startkapital, Organisation und Preisstabilität Du brauchst.

  • Mobiles 1:1-Coaching: Oft ein schlanker Einstieg mit vergleichsweise überschaubaren Fixkosten. Dafür spielen Fahrtzeiten, regionale Sichtbarkeit und effiziente Tourenplanung eine größere Rolle.
  • Online-Coaching: Kann ortsunabhängiger skalieren, braucht aber klare digitale Prozesse, gutes Onboarding und eine starke Kommunikation. Die Hürde ist hier oft nicht das Training, sondern Vertrauen auf Distanz.
  • Eigenes Studio: Ein eigenes Studio ist etwas ganz anderes als mobiles Personal Training. Kostenstruktur, Verpflichtungen und Risiko steigen deutlich. Außerdem ist der Betrieb eines Fitnessstudios gewerblich und erfordert eine Gewerbeanmeldung.

Kunden gewinnen: Die ersten Aufträge als Personal Trainer bekommen

Die ersten Kunden kommen selten aus Zauberei und fast nie aus blindem Aktionismus. Sie kommen, wenn Angebot, Vertrauen und Sichtbarkeit zusammenpassen. Gerade am Anfang ist es oft wirksamer, wenige passende Kanäle konsequent zu bespielen, statt überall ein bisschen sichtbar und nirgends wirklich relevant zu sein.

Oder kurz: Nicht laut, sondern klar. Nicht beliebig, sondern passend.

Lokales Marketing, Empfehlungen und Kooperationen

Für viele Gründer sind lokale Kooperationen, Empfehlungen und eine saubere Präsenz in der Region die schnellsten Hebel. Denk an Fitnessstudios, Physiopraxen, Gesundheitsanbieter, Unternehmen oder lokale Netzwerke. Solche Kontakte schaffen Nähe und Nähe schafft Vertrauen.

Was oft gut funktioniert

  • Empfehlungen aktiv aufbauen: Bitte zufriedene Kunden gezielt um Weiterempfehlungen, statt darauf zu hoffen.
  • Kooperationen suchen: Partnerschaften mit ergänzenden Anbietern können qualifizierte Anfragen bringen.
  • Lokal sichtbar werden: Ein gepflegtes Unternehmensprofil, klare Kontaktdaten und ein verständliches Angebot helfen mehr als austauschbare Werbesprüche.

Digitale Präsenz: Website, Profile und Vertrauenssignale

Auch als Solo-Trainer brauchst Du heute eine professionelle digitale Basis. Nicht perfekt, aber klar. Nicht pompös, aber glaubwürdig.

Dazu gehören oft

  • Eine einfache Website oder Landingpage: Mit Angebot, Zielgruppe, Kontaktmöglichkeit und klarer Sprache.
  • Konsistente Profile: Auf den Plattformen, die für Deine Zielgruppe wirklich relevant sind.
  • Vertrauenssignale: Zum Beispiel nachvollziehbare Qualifikationen, klare Spezialisierung und ein stimmiger erster Eindruck.
  • Einfache Kontaktwege: Wenn eine Anfrage kompliziert ist, springt der Interessent oft vorher ab.

Typische Fehler bei der Gründung als Personal Trainer

Viele Fehler am Anfang wirken klein, sind aber teuer. Die häufigsten sind nicht fehlende Leidenschaft, sondern falsche Annahmen.

Diese Stolpersteine solltest Du vermeiden

  • Unklare Positionierung: Wer allen helfen will, bleibt oft unsichtbar.
  • Pauschale Annahmen zur Einordnung: Weder immer Freiberufler noch immer Gewerbe ist seriös.
  • Zu niedrige Preise: Ein voller Kalender mit falscher Kalkulation ist kein Erfolg, sondern ein Engpass.
  • Fehlende Rücklagen: Steuern, Ausfälle und Investitionen kommen nicht überraschend, wenn Du sie einplanst.
  • Marketing ohne Fokus: Viele Kanäle gleichzeitig klingen fleißig, bringen aber oft wenig.
  • Pflicht und Empfehlung verwechseln: Gerade bei Versicherung, Businessplan oder Website solltest Du sauber trennen.

Du willst den Start sauber vorbereiten?

Wenn Du gerade an Deinem Weg in die Selbstständigkeit arbeitest, lohnt es sich, Deine nächsten Schritte schriftlich festzuhalten: Angebot, Zielgruppe, Statusfrage, Preislogik, Absicherung und erste Marketingmaßnahmen. So wird aus einer groben Idee ein tragfähiger Plan.

Und jetzt Du

Was ist für Dich gerade die größte Hürde auf dem Weg in die Selbstständigkeit als Personal Trainer: die Anmeldung, die Preisfindung oder die Kundengewinnung?

Bist Du sicher?

Lass jetzt kostenlos prüfen, wie Du Dein Unternehmen absicherst. Von Deutschlands Top-Versicherer Allianz!

  • 100% Kostenlose Analyse
  • Speziell für Dein Geschäft
  • Wir nehmen uns Zeit.
  • Sofort umsetzbare Tipps

NUR FÜR KURZE ZEIT

Unverbindlich & Kostenlos

Beratung gewünscht?

Kostenlose Beratung
sichern!

Wissen für Deinen Erfolg

Entdecke hilfreiche Artikel, praktische Tipps und aktuelle Insights für nachhaltigen Erfolg.

Danke! Deine Anfrage wurde erfolgreich übermittelt.

Wir wünschen Dir einen guten Tag!

Wie darf ein Allianz Experte Dich kontaktieren?

Durch den Klick auf den Button „Beratung anfordern“ willige ich ein, dass die von mir angegebenen Konaktdaten an die Allianz Kunde und Markt GmbH, Allianz Versicherungs-AG, Allianz Private Krankenversicherungs-AG, Allianz Lebensversicherungs-AG, Allianz Beratungs- und Vertriebs-AG und die für sie zuständige Vertretung(en) übermittelt und von diesen verarbeitet werden dürfen um mich telefonisch und/oder per E-Mail zu meinem Anliegen zu kontaktieren und bestätige zudem, dass ich mindestens 18 Jahre alt bin. Der Verwendung meiner Daten zur Bearbeitung meiner Anfrage kann ich jederzeit kostenlos ohne Angabe von Gründen unter leadmanagement@allianz.de widersprechen. Hierfür gelten folgende Datenschutzhinweise

Nimm auch unsere Datenschutz-Hinweise zur Kenntnis: Link zu den DS-Hinweisen des Portals.

Wenn du fortfährst, erklärst du dich mit unserer Datenschutzerklärung einverstanden.