Illustration einer selbstständigen Person am Schreibtisch mit beratender Person beim Sortieren von Steuerformularen und Beiblättern

Steuererklärung für Selbstständige: Welche Pflichtanlagen und Formulare Du wirklich brauchst

TL;DR: Das Wichtigste auf einen Blick

  • Die Basis ist für viele Selbstständige die Einkommensteuererklärung mit dem Hauptvordruck ESt 1 A.
  • Dazu kommt je nach Tätigkeit meist entweder die Anlage S für freiberufliche Einkünfte oder die Anlage G für gewerbliche Einkünfte.
  • Wenn Du Deinen Gewinn per Einnahmenüberschussrechnung ermittelst, gehört häufig zusätzlich die Anlage EÜR dazu.
  • Je nach Situation können außerdem eine Umsatzsteuerjahreserklärung, eine Gewerbesteuererklärung und weitere Anlagen wie N, V, KAP, Kind oder AV relevant sein.
  • ELSTER ist die offizielle Anlaufstelle, um die passenden Formulare zu finden und elektronisch zu übermitteln.
  • Wichtig: Dieser Beitrag ist eine Orientierungshilfe. Welche Formulare Du tatsächlich brauchst, hängt von Deiner Tätigkeit, Deiner Gewinnermittlung und weiteren Einkünften ab.

Selbstständige in Deutschland benötigen für die Steuererklärung meist den Hauptvordruck ESt 1 A und je nach Tätigkeit weitere Anlagen. Freiberufler nutzen typischerweise die Anlage S, Gewerbetreibende die Anlage G. Wer den Gewinn per Einnahmenüberschussrechnung ermittelt, ergänzt häufig die Anlage EÜR. Zusätzlich können je nach Fall eine Umsatzsteuerjahreserklärung, eine Gewerbesteuererklärung und weitere Anlagen für andere Einkünfte oder persönliche Sachverhalte erforderlich sein.

Schnellüberblick: Diese Steuerformulare brauchen Selbstständige typischerweise

Für viele Selbstständige beginnt die Steuererklärung mit dem Hauptvordruck ESt 1 A. Dazu kommt meist entweder die Anlage S bei freiberuflicher Tätigkeit oder die Anlage G bei gewerblicher Tätigkeit. Wer seinen Gewinn per Einnahmenüberschussrechnung ermittelt, ergänzt typischerweise die Anlage EÜR. Zusätzlich können je nach Situation die Umsatzsteuerjahreserklärung, die Gewerbesteuererklärung und weitere Anlagen nötig sein.

Das klingt erst einmal nach viel. In der Praxis ist die Logik aber einfacher, als viele denken: erst die Art Deiner Tätigkeit, dann die Art Deiner Gewinnermittlung, danach mögliche Zusatzfälle wie Anstellung, Vermietung oder Kapitalerträge. Nicht alles für alle, sondern das, was zu Deinem Fall passt.

Die wichtigste Tabelle: Formular, Zweck, für wen es typisch ist und wann es zusätzlich dazukommt

FormularZweckTypisch relevant fürPflicht oder situationsabhängigGehört zuHäufige Ergänzungen
ESt 1 AHauptvordruck der EinkommensteuererklärungFast alle Selbstständigen mit Einkommensteuererklärungtypischerweise BasisEinkommensteuerAnlage S oder G, ggf. EÜR und weitere Anlagen
Anlage SEinkünfte aus selbstständiger ArbeitFreiberufler und Personen mit Einkünften aus selbstständiger Arbeitje nach Tätigkeit typischEinkommensteueroft Anlage EÜR
Anlage GEinkünfte aus GewerbebetriebGewerbetreibendeje nach Tätigkeit typischEinkommensteueroft Anlage EÜR, ggf. Gewerbesteuererklärung
Anlage EÜRGewinnermittlung per EinnahmenüberschussrechnungSelbstständige mit EÜRje nach Gewinnermittlung typischGewinnermittlung zur Steuererklärungzusammen mit Anlage S oder G
UmsatzsteuerjahreserklärungJahreserklärung zur Umsatzsteuervor allem umsatzsteuerpflichtige SelbstständigesituationsabhängigUmsatzsteuerneben Einkommensteuerformularen
GewerbesteuererklärungErklärung zur Gewerbesteuerviele gewerbliche FällesituationsabhängigGewerbesteuerneben Anlage G
Anlage NEinkünfte aus nichtselbstständiger ArbeitAngestellte mit zusätzlicher SelbstständigkeitsituationsabhängigEinkommensteuerplus S/G/EÜR
Anlage VEinkünfte aus Vermietung und VerpachtungSelbstständige mit VermietungsituationsabhängigEinkommensteuerplus S/G/EÜR
Anlage KAPKapitalerträgeSelbstständige mit relevanten KapitalerträgensituationsabhängigEinkommensteuerplus S/G/EÜR
Anlage Kind / AVKinder- oder Vorsorgethemenje nach persönlicher SituationsituationsabhängigEinkommensteuerergänzend zum Kernpaket

Die amtlichen Formulare findest Du über ELSTER und das Formular-Management-System der Bundesfinanzverwaltung.

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Definitionen: Die Begriffe hinter den Formularen kurz erklärt

Bevor wir tiefer einsteigen, lohnt sich ein kurzer Übersetzer für den Steuerwortschatz. Denn oft ist nicht das Ausfüllen das größte Problem, sondern das Einordnen.

Was ist die Einkommensteuererklärung?

Die Einkommensteuererklärung ist das Gesamtpaket Deiner jährlichen Erklärung zur Einkommensteuer. Sie besteht meist aus dem Hauptvordruck und den Anlagen, die zu Deiner Situation passen. Man kann sich das vorstellen wie einen Werkzeugkoffer: Der Koffer ist die Einkommensteuererklärung, die einzelnen Werkzeuge sind die Anlagen.

Was ist der Hauptvordruck ESt 1 A?

Der Hauptvordruck ESt 1 A ist die Basis der Einkommensteuererklärung. Er ist nicht die Alternative zu Anlage S oder Anlage G, sondern der Startpunkt, an den weitere Formulare andocken.

Was sind Anlagen?

Anlagen sind ergänzende Beiblätter zum Hauptvordruck. Sie erfassen bestimmte Einkunftsarten oder persönliche Sachverhalte. Für Selbstständige sind vor allem Anlage S, Anlage G und oft auch Anlage EÜR wichtig.

Was ist die Anlage S?

Die Anlage S ist das Formular für Einkünfte aus selbstständiger Arbeit. Sie wird typischerweise von Freiberuflern genutzt.

Was ist die Anlage G?

Die Anlage G ist das Formular für Einkünfte aus Gewerbebetrieb. Sie ist also das typische Formular für gewerbliche Tätigkeiten.

Was ist die Anlage EÜR?

Die Anlage EÜR dient der Einnahmenüberschussrechnung, also der Gewinnermittlung aus Betriebseinnahmen minus Betriebsausgaben.

Was sind Umsatzsteuerjahreserklärung und Gewerbesteuererklärung?

Beide Formulare sind separate Erklärungen für eigene Steuerarten. Sie gehören also nicht einfach als Ersatz in die Einkommensteuererklärung, sondern kommen je nach Fall zusätzlich dazu.

Was ist ELSTER?

ELSTER ist das offizielle Portal für Steuerformulare und die elektronische Übermittlung an die Finanzverwaltung.

Freiberufler oder Gewerbetreibender: Davon hängt Anlage S oder Anlage G ab

Für die meisten Selbstständigen ist das die erste und wichtigste Weiche. Die zentrale Frage lautet: Bist Du steuerlich freiberuflich oder gewerblich unterwegs?

Wenn Deine Einkünfte als selbstständige Arbeit eingeordnet werden, ist typischerweise die Anlage S relevant. Wenn Deine Tätigkeit als Gewerbebetrieb gilt, nutzt Du stattdessen die Anlage G. Genau diese Unterscheidung entscheidet, welches Kernformular für Deine selbstständigen Einkünfte in die Einkommensteuererklärung gehört.

Wichtig ist hier: Dieser Beitrag erklärt die Formularlogik, nicht die vollständige rechtliche Abgrenzung jedes Sonderfalls. Wenn Deine Einordnung unklar ist, lohnt sich die Rückfrage beim Finanzamt oder bei einer Steuerberatung.

Wann brauchst Du die Anlage S?

Die Anlage S ist typischerweise relevant, wenn Du freiberufliche Einkünfte erklärst. Für viele Solo-Selbstständige in freien Berufen gehört sie deshalb zum Standardpaket. Häufig kommt sie nicht allein, sondern zusammen mit dem Hauptvordruck ESt 1 A und je nach Gewinnermittlung zusätzlich mit der Anlage EÜR.

Typischer Fall

Du arbeitest eigenständig, rechnest Deine Leistungen direkt an Kundinnen und Kunden ab und erklärst Einkünfte aus selbstständiger Arbeit. Dann ist die Anlage S in vielen Fällen das richtige Kernformular.

Wann brauchst Du die Anlage G?

Die Anlage G ist typischerweise relevant, wenn Deine Tätigkeit steuerlich als gewerblich eingeordnet wird. Dann nutzt Du sie anstelle der Anlage S für diese Einkünfte. Zusätzlich kann je nach Fall die Anlage EÜR hinzukommen, und bei gewerblichen Konstellationen wird oft auch die Gewerbesteuererklärung relevant.

Typischer Fall

Du betreibst ein Gewerbe und erklärst daraus Einkünfte aus Gewerbebetrieb. Dann ist die Anlage G der richtige Platz für diese Einkünfte innerhalb Deiner Einkommensteuererklärung.

Anlage EÜR: Wann sie typischerweise dazukommt

Die Anlage EÜR ist die typische Ergänzung, wenn Du Deinen Gewinn per Einnahmenüberschussrechnung ermittelst. Sie dient dazu, Betriebseinnahmen und Betriebsausgaben gegenüberzustellen und daraus den Gewinn abzuleiten.

Für viele Solo-Selbstständige ist sie deshalb ein zentrales Formular zusätzlich zu ESt 1 A und Anlage S oder G. Gerade wenn Du Deine Buchhaltung pragmatisch und schlank hältst, ist die EÜR oft der vertraute Weg.

EÜR oder Bilanz: Welche Unterscheidung hier wichtig ist

  • Prüfe, wie Du Deinen Gewinn ermittelst.
  • Wenn Du eine Einnahmenüberschussrechnung nutzt, ist die Anlage EÜR typischerweise relevant.
  • Wenn Deine Gewinnermittlung anders aufgebaut ist, gilt eine andere Form der Gewinnermittlung.

Merksatz

Nicht jede Selbstständigkeit ist gleich, nicht jede Gewinnermittlung läuft gleich, und nicht jedes Formular ist automatisch Pflicht. Genau deshalb lohnt sich die Reihenfolge: Tätigkeit zuerst, Gewinnermittlung danach.

Umsatzsteuerjahreserklärung: Für wen sie zusätzlich relevant ist

Neben der Einkommensteuer kann für Selbstständige auch die Umsatzsteuerjahreserklärung relevant sein. In der Praxis betrifft das vor allem umsatzsteuerpflichtige Selbstständige; bei Kleinunternehmern kann die Lage anders sein.

Wichtig ist die Einordnung: Die Umsatzsteuerjahreserklärung gehört nicht zur Gewinnermittlung selbst und ersetzt auch nicht Anlage S, G oder EÜR. Sie ist ein zusätzliches Formular für eine andere Steuerart.

Was viele dabei verwechseln

Viele werfen Einkommensteuer und Umsatzsteuer in einen Topf. Verständlich, aber unpraktisch. Die Einkommensteuer schaut auf Dein Einkommen beziehungsweise Deinen Gewinn. Die Umsatzsteuer folgt einer anderen Logik. Beide Themen hängen im Alltag zusammen, sind auf Formularebene aber sauber zu trennen.

Deshalb ist die Reihenfolge hilfreich

Wenn Du erst Deine Einkommensteuer-Formulare sortierst und danach prüfst, ob zusätzlich Umsatzsteuer-Themen relevant sind, wird die Sache deutlich klarer. Schritt für Schritt statt Formular-Flut.

Gewerbesteuererklärung: Wann Gewerbetreibende mehr als Anlage G brauchen

Gewerbetreibende haben oft nicht nur mit der Einkommensteuererklärung zu tun, sondern zusätzlich mit der Gewerbesteuererklärung. Genau hier passieren häufig Verwechslungen.

Die Anlage G gehört zur Einkommensteuererklärung und erfasst gewerbliche Einkünfte. Die Gewerbesteuererklärung ist dagegen ein separates Formular für die Gewerbesteuer. Das sind also nicht zwei Namen für dieselbe Sache, sondern zwei unterschiedliche Bausteine.

Der entscheidende Unterschied in einem Satz

  • Anlage G = gewerbliche Einkünfte in der Einkommensteuererklärung
  • Gewerbesteuererklärung = eigene Erklärung für die Gewerbesteuer

Das klingt nach einem kleinen Unterschied, hat aber große Wirkung. Denn genau diese Klarheit spart Dir Zeit, Nerven und unnötige Schleifen.

Weitere häufige Zusatzanlagen für Selbstständige

Viele Selbstständige reichen nicht nur Formulare für ihre selbstständige Tätigkeit ein. Das ist kein Ausnahmefall, sondern oft einfach das echte Leben. Business hier, Alltag da, und irgendwo dazwischen noch Vermietung, Kapitalerträge oder ein Angestelltenjob.

Weitere Anlagen werden typischerweise relevant, wenn zusätzlich andere Einkünfte oder persönliche Sachverhalte vorliegen. Häufig genannt werden dabei unter anderem Anlage V, Anlage KAP, Anlage Kind und Anlage AV.

Anstellung plus Selbstständigkeit: Dann kommt oft auch Anlage N hinzu

Wenn Du nebenberuflich selbstständig bist und zusätzlich angestellt arbeitest, brauchst Du meist Formulare für beide Einkunftsarten. Für die Selbstständigkeit kommen wie üblich ESt 1 A plus Anlage S oder G und oft die Anlage EÜR infrage. Für den Arbeitslohn wird zusätzlich typischerweise die Anlage N relevant.

Das ist ein guter Moment, um kurz durchzuatmen: Mehrere Einkunftsarten bedeuten nicht automatisch Chaos. Es bedeutet nur, dass Dein Formularpaket mehrere Lebensbereiche abbildet.

Vermietung, Kapitalerträge, Kinder, Vorsorge: typische Zusatzfälle

Wenn Du neben Deiner Selbstständigkeit noch Vermietungseinkünfte, Kapitalerträge oder Themen rund um Kinder oder Vorsorge hast, kommen weitere Anlagen dazu. Diese Formulare ersetzen die Selbstständigen-Formulare nicht, sondern ergänzen sie.

Das ist der Unterschied zwischen Kern und Ergänzung: Der Kern sind die Formulare für Deine Selbstständigkeit. Die Ergänzungen sind die Anlagen, die Deine persönliche Situation vollständig machen.

ELSTER: Wo Du die passenden Formulare findest

Wenn Du wissen willst, wie die amtlichen Formulare heißen und wo Du sie findest, ist ELSTER die offizielle erste Adresse. Dort laufen Formularnamen, amtliche Bezeichnungen und die elektronische Übermittlung zusammen.

Auch das Formular-Management-System der Bundesfinanzverwaltung stellt bundeseinheitliche Steuerformulare bereit. Das Bundesministerium der Finanzen verweist ebenfalls auf die amtlichen Formularangebote und zuständigen Stellen.

So nutzt Du ELSTER sinnvoll

  • die amtliche Bezeichnung eines Formulars prüfen willst
  • sehen möchtest, welche Anlagen es überhaupt gibt
  • Formulare elektronisch übermitteln willst oder musst

Wichtig dabei: Nicht jedes Formular ist für jeden Fall relevant. ELSTER zeigt Dir die Möglichkeiten, die Auswahl musst Du auf Deine Situation herunterbrechen.

So findest Du Dein Formularpaket in 3 Schritten

Wenn Du gerade zwischen Kürzeln und Formularnamen festhängst, nimm nicht alles auf einmal. Geh in drei klaren Schritten vor.

1. Kläre, ob Deine Tätigkeit freiberuflich oder gewerblich ist

Das ist die erste Weiche. Daraus ergibt sich meist, ob für Deine selbstständigen Einkünfte eher die Anlage S oder die Anlage G relevant ist.

2. Prüfe, wie Du Deinen Gewinn ermittelst

Wenn Du mit Einnahmenüberschussrechnung arbeitest, kommt häufig die Anlage EÜR dazu. Damit sortierst Du die zweite große Frage.

3. Ergänze nur, was Dein Fall wirklich auslöst

  • Umsatzsteuer?
  • Gewerbesteuer?
  • Angestelltenverhältnis?
  • Vermietung?
  • Kapitalerträge?
  • Kinder oder Vorsorge?

So entsteht aus Einzelteilen ein stimmiges Formularpaket. Nicht alles auf Verdacht, sondern nur das, was zu Deinem echten Alltag gehört.

Praxisbeispiele: Welche Formulare in typischen Selbstständigen-Fällen zusammenkommen

Abstrakte Regeln sind gut. Konkrete Fälle sind besser. Denn oft merkst Du erst am Beispiel: Genau, das ist ja eigentlich meine Situation.

Fall 1: Solo-Freiberufler ohne weitere Einkünfte

  • ESt 1 A
  • Anlage S
  • je nach Gewinnermittlung häufig Anlage EÜR

Weitere Anlagen kommen nur hinzu, wenn zusätzliche Sachverhalte vorliegen. Das ist der schlanke Standardfall.

Fall 2: Gewerbetreibender mit umsatzsteuerpflichtigen Umsätzen

  • ESt 1 A
  • Anlage G
  • je nach Gewinnermittlung häufig Anlage EÜR
  • zusätzlich je nach Situation Umsatzsteuerjahreserklärung
  • bei gewerblichen Fällen oft auch Gewerbesteuererklärung

Dieses Beispiel zeigt gut, warum gewerbliche Fälle häufig mehr Formulararten bündeln.

Fall 3: Nebenberuflich selbstständig und angestellt

  • ESt 1 A
  • Anlage S oder G
  • oft Anlage EÜR
  • zusätzlich Anlage N

Das ist ein typischer Fall für viele Gründerinnen und Gründer, die nicht sofort komplett springen, sondern erst einmal parallel aufbauen. Klug, kontrolliert, kontinuierlich.

Fall 4: Selbstständig plus Vermietung oder Kapitalerträge

  • ESt 1 A
  • Anlage S oder G
  • oft Anlage EÜR
  • zusätzlich je nach Fall Anlage V und/oder Anlage KAP

Die Grundlogik bleibt also gleich. Es kommen nur weitere Schichten dazu.

Häufige Fehler bei der Auswahl der Steuerformulare

Die meisten Fehler entstehen nicht aus Faulheit, sondern aus Verwechslung. Und ganz ehrlich: Bei Kürzeln wie S, G, EÜR und KAP ist das auch kein Wunder.

Anlage S und Anlage G als austauschbar behandeln

Das sind sie nicht. Die Anlage S ist typischerweise für selbstständige Arbeit, die Anlage G für Gewerbebetrieb.

Die Anlage EÜR mit der eigentlichen Einkommensteuererklärung verwechseln

Die EÜR ist keine komplette Steuererklärung, sondern die Gewinnermittlung, die je nach Fall zu Deinem Paket dazugehört.

Anlage G und Gewerbesteuererklärung gleichsetzen

Auch das ist ein häufiger Stolperstein. Die Anlage G gehört zur Einkommensteuer, die Gewerbesteuererklärung ist ein separates Formular.

Zu viele Formulare vorsichtshalber einplanen

Mehr ist hier nicht automatisch besser. Zu viele unnötige Formulare machen die Sache eher unübersichtlicher. Besser ist: erst die Struktur verstehen, dann gezielt auswählen.

Was dieser Beitrag leisten kann – und was nicht

Dieser Beitrag hilft Dir dabei, typische Pflicht- und Zusatzanlagen zu erkennen und die Formulare logisch zuzuordnen. Er ersetzt aber keine individuelle Steuerberatung und auch keine verbindliche Prüfung von Sonderfällen.

  • von Deiner Tätigkeit
  • von Deiner Gewinnermittlung
  • von weiteren Einkünften
  • und vom aktuellen Rechtsstand

Kurz gesagt: Der Beitrag gibt Dir die Karte, aber nicht die Einzelentscheidung für jede Abzweigung.

Zusammenfassung: So wird aus Formular-Frust ein klarer Plan

Wenn Du nur eine Sache aus diesem Beitrag mitnimmst, dann diese: Du musst nicht alle Steuerformulare kennen, sondern nur Deine Logik verstehen.

Für viele Selbstständige beginnt alles mit dem Hauptvordruck ESt 1 A. Danach folgt meist die Entscheidung zwischen Anlage S und Anlage G. Wenn Du Deinen Gewinn per EÜR ermittelst, kommt häufig die Anlage EÜR dazu. Alles Weitere hängt von Zusatzthemen ab, zum Beispiel Umsatzsteuer, Gewerbesteuer, Anstellung, Vermietung oder Kapitalerträgen.

Nicht blind sammeln, nicht panisch klicken, nicht alles doppelt denken. Sondern: sortieren, prüfen, ergänzen. Genau so wird aus steuerlichem Nebel ein klarer nächster Schritt.

CTA: Hol Dir zuerst Klarheit, dann Tempo

Wenn Du Deine Selbstständigkeit mit Herz aufbaust, solltest Du bei der Steuer nicht im Blindflug unterwegs sein. Nimm Dir kurz Zeit, Dein persönliches Formularpaket sauber zu sortieren: Tätigkeit, Gewinnermittlung, Zusatzfälle. Das spart später oft mehr Stress, als es jetzt Zeit kostet.

Wenn Du unsicher bist, starte mit den amtlichen Formularübersichten bei ELSTER und prüfe danach gezielt, welche Anlagen zu Deiner Situation passen. Und wenn Dein Fall komplizierter wird, ist der Weg zur Steuerberatung kein Rückschritt, sondern ein cleverer Schritt nach vorn.

Deine Erfahrung zählt

Welche Formulare haben Dich am Anfang am meisten verwirrt: Anlage S, Anlage G, EÜR oder doch die Zusatzanlagen?

Zusammenfassung: So wird aus Formular-Frust ein klarer Plan

Für viele Selbstständige beginnt alles mit dem Hauptvordruck ESt 1 A. Danach folgt meist die Entscheidung zwischen Anlage S und Anlage G. Wenn Du Deinen Gewinn per EÜR ermittelst, kommt häufig die Anlage EÜR dazu. Alles Weitere hängt von Zusatzthemen wie Umsatzsteuer, Gewerbesteuer, Anstellung, Vermietung oder Kapitalerträgen ab. Entscheidend ist, nur die Formulare auszuwählen, die wirklich zu Deinem Fall passen.

Frequently Asked Questions

Typischerweise beginnt die Steuererklärung für Selbstständige mit dem Hauptvordruck ESt 1 A. Je nach Tätigkeit kommt dazu meist die Anlage S oder die Anlage G. Wer seinen Gewinn per Einnahmenüberschussrechnung ermittelt, ergänzt häufig die Anlage EÜR. Zusätzlich können je nach Fall Umsatzsteuerjahreserklärung, Gewerbesteuererklärung und weitere Zusatzanlagen erforderlich sein.
Freiberufler brauchen typischerweise den Hauptvordruck ESt 1 A und die Anlage S für ihre selbstständigen Einkünfte. Wenn der Gewinn per Einnahmenüberschussrechnung ermittelt wird, kommt häufig die Anlage EÜR hinzu. Weitere Anlagen sind meist nur nötig, wenn zusätzliche Sachverhalte vorliegen.
Die Anlage G ist typischerweise relevant, wenn Deine Tätigkeit steuerlich als gewerblich eingeordnet wird. Die Anlage S wird dagegen für Einkünfte aus selbstständiger Arbeit genutzt. Für die Formularauswahl ist diese Unterscheidung zentral.
Nein, nicht automatisch in jeder Konstellation. Die Anlage EÜR ist typischerweise dann relevant, wenn Du Deinen Gewinn per Einnahmenüberschussrechnung ermittelst. Deshalb gilt: erst die Art der Gewinnermittlung prüfen, dann das Formularpaket festlegen.
Eine gute erste Anlaufstelle ist ELSTER als offizielles Portal für Steuerformulare und elektronische Übermittlung.

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